Freie Waldorfschule Engelberg

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Ausland

Kontakt:
Dipl.-Ing.
Walter Grotkasten
Grabäckerstr. 14
D-73614 Schorndorf
Tel: 07181 42846
Fax: 07181 42976
E-Mail:
Grotkasten@t-online.de

Anlagenbilder:

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Blick auf die Anlage.
36 Module je 90 W = 3,2 kWp
Südausrichtung
Modulneigung = 30 Grad
Standort: Waldorfschule Engelberg (Nähe Stuttgart Germany)

Die Photovoltaikanlage ist in eine eigens dafür errichtete Dachkonstruktion aus Eichenholz integriert. Die Südseite der Sheddach- Konstruktion ist mit Solarzellen eingedeckt, die Nordseite ist mit Glas eingedeckt. Die Zellen mit den Glasscheiben zusammen bilden eine Überdachung (Solarbrücke) zwischen Mittel- und Neubau. Diese Variante der Aufdach -Konstruktion wurde bevorzugt, da die Solaranlage so mehr ins Bewusstsein der Schüler und Lehrer gelangt.

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Das Solarmodul von oben gesehen.
Das Modul, bestehend aus 72 polikristallinen Zellen, wurde projektspezifisch für diese Anlage gefertigt. Es besteht aus "Einscheiben-Sicherheitsglas" mit transparenter Tedlarfolie.

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Das Solarmodul von unten gesehen.
Von unten sieht der Betrachter deutlich die Struktur der polikristallinen Zellen.

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Auf der Bühne wurden die einzelnen Komponenten der Solaranlage montiert. Deutlich erkennbar für den Betrachter ist der Strom- bzw Datenverlauf der Anlage.

Folgende Geräte sind auf dem Bild sichtbar:
- zwei Freischalter für die Gleichstromseite (oben links)
- SOLDES-Gerät (zwischen den beiden Freischaltern)
- zwei Voltmeter (Gleichspannung)
- zwei Stromzähler (~230 V) mit Impulsausgang
- zwei trafolose Wechselrichter von Siemens (Sunny Boy 2000 rote Geräte)
- zwei Sicherungsautomaten (oben rechts)
- MODEM (mitte rechts)
- Netzteil für die drei SOLDES- und Balkenanzeige (unten rechts)

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Im Foyer ist eine Balkenanzeige angebracht, die vom Soldesgerät gesteuert wird. Je nach Sonneneinstrahlung wird der Balken kürzer bzw. länger. Durch stromsparende Bauelemente liegt die Leistungsaufnahme zwischen 0,5 und 9 Watt. Unterhalb der Balkenanzeige werden die aktuellen Werte der Solaranlage angezeigt. Durch den Einbaurahmen wird die Balkenanzeige gut ins Gesamtbild der Umgebung integriert.
Hauptpreis beim BundesUmweltWettbewerb 2000/2001

Hintergründe des Solarprojektes

Die Solaranlage Engelberg wurde von drei Schülern der 12. Klasse im Rahmen der Jahresarbeiten 99/00 realisiert.
Die Jahresarbeiten sind ein wesentliches Element der Waldorfschule, das den Schülern am Ende ihrer Schulzeit die Möglichkeit bietet, sich über ein Jahr hinweg intensiv mit einem bestimmten Thema oder Projekt auseinander zu setzen.
Da die Schule ein Schlüsselzentrum gesellschaftlicher Veränderung ist und die heutige atomare/fossile Energieversorgung uns mehr und mehr in einen Strudel tiefgreifender Probleme sozialer wie ökologischer Art gerissen hat, haben wir die Chance der Jahresarbeit genutzt, um dieser Entwicklung ein Zeichen für den solaren Aufbruch entgegenzustellen. Die Beantwortung der Energiefrage ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft. Wir wollen mit unserem Projekt einen kleinen Beitrag zu ihrer Lösung bieten.

Was wir erreichen wollen:
1. Wir wollen Solarenergie an der Schule zum Thema machen.
2. Wir wollen ein Bewusstsein wecken für die Energiefrage, die Zerstörungsdynamik der atomar/fossilen Energien und die Perspektive einer vollständigen Solarenergieversorgung aufzeigen.
3. Wir wollen den Anstoß geben für einen bewussten Umgang mit Energie an der Schule.
4. Wir wollen einen Impuls geben für weitere Aktionen welche die "solare Schule" zum Ziel haben.
5. Durch die Visualisierung der Anlagendaten möchten wir die Leistung einer solchen Anlage erfahrbar machen.
6. Wir wollen Mut machen, selbst die Initiative zu ergreifen und sich nicht vom Strom der sich ausbreitenden Lethargie mitreißen zu lassen.

Eingerahmt und in einen globalen Kontext gestellt wurde unser Projekt durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen zum Thema. So konnten wir beispielsweise einen Vortrag von dem diesjährigen Alternativen Nobelpreisträger Dr. Hermann Scheer an unserer Schule organisieren.
Dieses Projekt wäre ohne die Unterstützung vieler Menschen nicht zu verwirklichen gewesen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Ganz besonders bei Herrn Kosche, der als Architekt viel Mühe und Zeit aufwendete, um die "Solarbrücke" zu entwerfen und die Detailpläne auszuarbeiten; bei Herrn Grotkasten, der seine große Erfahrung mit der Realisierung von Solaranlagen einbrachte, besonders auch im Bereich der Anlagendaten-Visualisierung, bei Herrn Haug, der uns einen großen Eichenstamm für die Holzkonstruktion überließ, und beim Initiativkreis "Martinsmarkt", der uns 25.000 DM gespendet hat. Schließlich danken wir Herrn Schmid, der von Seiten der Schule unser Projekt mit viel Engagement betreute.
Am 28. September 2001 hat die Anlage den Hauptpreis beim BundesUmweltWettbewerb 2000/2001 gewonnen.
Wenn sie weitere Fragen zu unserem Projekt haben, beantworten wir sie gerne.
Alle Rechte vorbehalten © 2009 Walter Grotkasten